Warum ich kandidiere

Nicole Pisarski in Jeansjacke auf einem Weg mit Herbstlaub in der Gemeinde Karstädt, hinter ihr ein Gebäude mit türkisfarbener Fassade.

Ich bin 2018 mit meiner Familie aus Schleswig-Holstein hierhergezogen. Wir haben ein Haus gesehen, uns sofort verliebt, es mit eigenen Händen saniert und wurden in unserem Ortsteil aufgenommen, wie man es sich wünscht: Feuerwehr, Kulturverein, Nachbarn, die anpacken. Unser Sohn ist hier groß geworden, mit Kita und Grundschule um die Ecke. Unsere Kinder sind hier zu Hause. Genau das soll jede Familie erleben, die zu uns kommt oder hier bleibt.

Seit einigen Jahren arbeite ich in der Wirtschaftsförderung unserer Gemeinde. Ich weiß, wo das Fördergeld liegt, ich weiß, wie man es holt, und ich weiß, woran es hängt, wenn es nicht ankommt. Ich habe das Städtebaukonzept angestoßen, die kommunale Wärmeplanung durchgezogen, Vereinen bei Förderanträgen geholfen und aus alten Telefonzellen Bücherboxen gemacht. Kleine Dinge, die man sieht. Große Dinge, die vorbereitet sind.

Ich kandidiere parteilos, weil ich nur eines im Blick habe: was für unsere Gemeinde das Beste ist. Keine Landeslinie, keine Posten, keine Abhängigkeit. Das heißt auch: Ich kann mir leisten, für die Gemeinde unbequem zu sein.

Eine Bürgermeisterin entscheidet nicht allein. Sie gibt die Richtung vor, die Gemeindevertretung entscheidet, die Verwaltung setzt um. Deshalb steht in diesem Programm nichts, was ich nicht ernsthaft angehen werde, und nichts, was ich Ihnen nur verspreche, damit es gut klingt. Bei jedem Punkt sage ich Ihnen, wie wir anfangen.

IhreNicole Pisarski

Was ich Ihnen verspreche.Und was nicht.

Ich verspreche Ihnen nicht, dass in einem Jahr alles anders ist. Eine Bürgermeisterin hat eine Gemeindevertretung, einen Haushalt und Gesetze. Wer Ihnen etwas anderes erzählt, kennt die Arbeit nicht.

Ich verspreche Ihnen, dass ich anfange. Mit den Dingen, die man schnell sieht: der Bank, dem Brunnen, der Kapelle, dem Wochenmarkt. Mit einer Verwaltung, die man erreicht. Mit Fördergeld, das bei uns ankommt. Und mit einer Gemeinde, in der man sich wieder in die Augen sehen und gemeinsam entscheiden kann.

Ich verspreche Ihnen, dass Sie von mir erfahren, was geplant ist, bevor es entschieden ist. Und dass ich auf dem Dorffest stehe und zuhöre, nicht im Büro sitze.

Ich verspreche Ihnen, dass ich nach acht Jahren eine Gemeinde hinterlassen will, in der die Ortsteile Zuzug haben, die Dorfgemeinschaften zusammengewachsen sind und wir uns wieder als ein Ganzes sehen.

Finanzbuchhalterin, Wirtschaftsförderung der Gemeinde Karstädt. Lebt seit 2018 mit ihrer Familie in einem Ortsteil der Gemeinde. Feuerwehr, Kulturverein, parteilos.

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